Alarm am Airport

Einsatz auf Deutschlands größtem Flughafen

Samstag, 25.10.2008, 22:00 Uhr, Länge: 96 Min.

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Süddeutsche Zeitung TV über die Jagd auf Schmuggler, den täglichen Kampf gegen die Uhr und den unermüdlichen Einsatz am Boden.

Flughafen Frankfurt, Deutschlands größter Airport: 1.400 Flüge mit insgesamt 150.000 Passagieren täglich. Damit die reibungslos abgefertigt werden, halten vor und hinter den Kulissen 70.000 Beschäftigte diese gigantische Maschinerie in Bewegung. Der normale Fluggast bekommt davon wenig mit. Süddeutsche Zeitung TV wirft einen Blick hinter die Absperrgitter und begleitet Rettungssanitäter, Zöllner und die Vorfeldaufsicht bei ihren Einsätzen.

Anja S. und Holger R. sind unterwegs im Rettungswagen. Von der Wache auf dem Vorfeld rücken sie bei medizinischen Notfällen aus. Der Ernst der Situation stellt sich oft erst heraus, wenn die Sanitäter bei den Patienten eintreffen. So fühlt sich ein Geschäftsmann nach seiner Landung nicht wohl und bekommt dann starke Bauchschmerzen. Diagnose: lebensbedrohlicher Darmverschluss. Der Mann muss zur Not-OP.

Auch bei den Einsätzen von Harald W. geht es immer gegen die Uhr. Er arbeitet als Vorfeldaufseher. Sein Job: Die Bodenzeiten der Flugzeuge möglichst kurz halten, denn nur in der Luft wird Geld verdient. Verzögerungen können den gesamten Flugplan kippen. Harald W. hetzt von Maschine zu Maschine, um Probleme zu lösen. Findet er den Transitpassagier nicht, der seinen Pass im Flieger vergessen hat, kann der Anschlussflug nur verspätet starten.

Die Kontrolle der ankommenden Passagiere ist der Job von Stefan S. und Oliver K. Der günstige Dollar verschafft den Zöllnern momentan Mehrarbeit: 175 Euro ist der Freibetrag, den Passagiere in die EU einführen dürfen. Die sind in Urlaubs-Shopping-Laune schnell ausgegeben. Wer das nicht anmeldet, riskiert eine hohe Nachversteuerung. Da wird aus dem Billigeinkauf schnell ein kostspieliges Vergnügen.

Auch in der Postkontrollstelle ist Arbeit genug: Täglich öffnen die Zöllner verdächtige Sendungen und stoßen dabei nicht selten auf großen Einfallsreichtum: kleine Mengen Marihuana in der Wattierung von Briefumschlägen, drei Päckchen Kokain in Öldosen oder falsch deklarierte exotische Pflanzen und Tiere, deren Einfuhr verboten ist.

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