Berliner Schnauzen

Geschichten aus dem Zoologischen Garten

Montag, 29.08.2005, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

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Er war der Erste in Deutschland, bei seiner Eröffnung 1844 weltweit der Neunte- und heute ist er der Artenreichste. Der Zoo Berlin ist eine „Arche Noah" der Neuzeit inmitten der Metropole an der Spree.

Geht der Besucher durch das Tor, lässt er die Großstadt schnell hinter sich, wandert auf endlosen Pfaden, zwischen alten Bäumen, ohne Stadtlärm. Neben den historischen Tierhäusern im exotischen Stil glänzen mittlerweile Hightech-Anlagen, wo sich friedlich  Flusspferde, Robben und Pinguine tummeln.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände nahezu komplett zerbombt. Lediglich 91 Tiere überlebten das Chaos - heute hat er einen Tierbestand von 41.000.

Nach der Maueröffnung gab es auf einmal Tierpark-Konkurrenz in Ost-Berlin in Bezug auf Zuschüsse von der Stadt. Jetzt gehören beide zu einer Firma.

Die Berliner Senatskassen sind leer, aber auch das lässt den Zoo nicht untergehen. Direktor Jürgen Lange ist stolz auf 2,7 Millionen Besucher im Jahr. Sie kommen nicht nur wegen der Gehege und Käfige, sondern auch- oder vor allen Dingen- wegen des „Zoo-Aquariums".

72 Aquarien unterschiedlichster Größe - bis zu einem Volumen von 12.000 Litern, lassen den Besucher in eine Unterwasserwelt eintauchen. Amerikanische Spezialfirmen konstruierten die dicken Scheiben hinter denen anmutig riesige Schwarzspitz-Riffhaie schwimmen.

Für die Mitarbeiter beginnt der Tag früh, denn neben dem Nachwuchs brauchen auch die  ungeduldigen Primaten oder die empfindlichen Flamingos eine Menge Zeit. Der Besucher sieht wenig vom logistischen und organisatorischen Aufwand, der hinter den Gehegen, den Käfigen und bei der Aufzucht zu bewältigen ist.

 Süddeutsche TV über die „Arche Noah" der Hauptstadt, künstliche Wildnis und die Frage, warum ein Sonntagsspaziergang durch den Zoo seit über 160 Jahren so faszinierend ist.

 

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