Das ist der Hammer!

Deutschland entdeckt die Auktionen

Samstag, 26.04.2008, 22:00 Länge: 96 min

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Ob niet- und nagelfest oder nicht: Autos, Gold, Fundsachen, alte Wirtshäuser und nicht abgeholte Briefe der Post - praktisch alles kann versteigert werden. Süddeutsche Zeitung TV begleitet drei Auktionatoren bei der Arbeit. Manchmal werden in hitzigen Bietergefechten die Preise oft derart schnell in die Höhe getrieben, dass die vermeintlichen Sonderposten am Ende sogar teurer sind als im freien Verkauf. Den Aufschlag für den Auktionator gar nicht einberechnet.

Barry ist in den Jahren seines Berufslebens ein wenig angegraut, nichtsdestoweniger das Sinnbild des Auktionators, und obendrein stammt er aus dem Mutterland der Versteigerer, England. In Süddeutschland betreibt er ein Auktionshaus. Regelmäßig und mit viel Schwung bringt er unter die Leute, was sich in seinen Lagern angesammelt hat. Das sind meist Nachlässe der örtlichen Gerichte und Anwälte, die er mit Hammer und Griffel zu Geld machen soll. Das Inventar eines alten Bahnhofsrestaurants, das nach 100 Jahren in Familienbesitz einem Burgerbrater weicht, geht bei ihm samt der Einrichtung der dazugehörigen Wohnung binnen Stunden weg.

Heinz-Dieter ist reisender Auktionator und meist mitsamt seiner Frau und zwei Töchtern unterwegs. Zu seinen Kunden gehören die Lufthansa, die Bahn, die Post AG. Denn überall dort, wo Menschen und Dinge größere Strecken hinter sich bringen, geht auch etwas verloren: Koffer, Reiseutensilien, schlecht oder gar nicht adressierte Briefe. In spektakulären Versteigerungen ersteigern die Menschen die sprichwörtliche Katze im Sack: In Fundsachen-Koffern der Lufthansa kann alles Mögliche sein, von gebrauchter Wäsche bis zu nagelneuer Unterhaltungselektronik.

Gerd aus Niedersachsen ist Auktionator alter Schule, der seine Lehrzeit bei Viehauktionen hinter sich gebracht hat. Noch heute übt er beim Autofahren: „UndhunderthundertzwanzighundertdreißignochjemandzumerstenzumzweitenundZUMdritten" - seine ganz eigene Melodie des Blitz-Verkaufs. Oft versteigert er von der Polizei beschlagnahmte Autos, um die sich libanesische und türkische Großhändler kleine Kämpfe liefern - für diese Fälle hat er stets beruhigende Bonbons bei sich.

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