dctp-Nachtclub: Nacht der Fantasien

Lebenskünstler in der Welt von Zirkus, Kirmes und Theater

Freitag, 29.02.2008, 00:30 Uhr, Länge: 270 Min.

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Gauklerei, Akrobatik und viel Hokuspokus: Zirkus ist ein mitreißender Zeitvertreib für die Zuschauer, doch für die Zirkusfamilie meistens ein hartes Brot. Trotzdem sagt Rudolf Probst: „Lieber im Stehen sterben als auf den Knien leben". Der zweitgrößte Zirkus der ehemaligen DDR ist sein Leben und seit dem Mauerfall kämpft er mit den Problemen des Kapitalismus: Platzmieten und Kosten für Strom, Wasser und Versicherungen steigen ständig - und dann auch noch die Vorurteile gegen ostdeutsche Zirkuskunst, aber Probst gibt nicht auf. Ein Leben auf Achse führt auch die Familie Distel. Sie sind Schausteller in fünfter Generation und auf den Rummelplätzen Deutschlands zu Hause. Es gibt kaum ein Fahrgeschäft, das die Distels nicht kennen oder sogar selbst mitentwickelt haben, wie beispielsweise den legendären Autoscooter. Heute erschweren die wirtschaftliche Lage und immer engere Sicherheits- und Brandvorschriften die Existenz der Schausteller. Höhepunkt jeder Saison ist das Oktoberfest in München: Wer es auf die Wiesn geschafft hat, darf sich nicht nur zu den Königen der Kirmes zählen, sondern macht vor allem garantiert ein gutes Geschäft. Süddeutsche Zeitung TV zeigt aber auch diejenigen, die nur für die Kunst leben: Das Max-Reinhardt-Seminar bildet die Schauspielerelite der Zukunft aus. Wer an dieser Schule aufgenommen werden will, muss sich einem harten Auswahlverfahren stellen. Und das Urteil der Juroren ist ungleich härter als aus TV-Casting-Shows bekannt: Denn es entscheidet über junge Talente, die ihr Leben lang auf diesen einen Moment hin gearbeitet haben.

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