dctp-Nachtclub: Nachteulen

Ein Streifzug durch das Reich der Tiere

Freitag, 04.05.2007 00:00 Uhr, Länge: 270 Minuten

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Über alle Maßen geliebt, bekämpft oder ausgebeutet - die Beziehung zwischen Mensch und Tier hat viele Facetten. Manchmal ändert sie sich auch, zum Beispiel, wenn Waschbären nachts auf dem Dachboden herumtoben: Dann sind sie keine niedlichen Tierchen mehr, sondern schlafraubende Terroristen. Ein verwaistes Elefantenbaby hingegen löst bei den meisten Menschen Mitgefühl aus und das Schnurren einer Katze wirkt laut der Wissenschaft beruhigend. Die Welt der Tiere ist vielseitig und komplex - genau so, wie die Beziehungen zwischen Zwei- und Vierbeinern.

Ganz ohne menschliche Hilfe konnte sich in Deutschland ein Exot durchsetzen: Der Waschbär. Er wühlt sich durch die Abfälle der Bevölkerung, nistet in den Dachböden von Wohnshäusern und treibt bevorzugt nachts sein Unwesen. Die Population wächst stetig und breitet sich auf immer mehr Städte aus. Allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis nahezu jeder Deutsche persönlich mit ihm Bekanntschaft macht. 

Die Tanzbären in Bulgarien ereilte ein anderes Schicksal: Sie sind mittlerweile nicht nur aus den Städten verbannt - ihre Haltung wurde gänzlich verboten. Und das ist auch gut so. Denn ihre Führer, die sogenannten Ursali, machten sie mit einem schmerzenden Nasenring gefügig, damit sie für Touristen tanzen. Tierschützer haben zwei der braunen Riesen nach langen Verhandlungen freigekauft und in einem neu gebauten Bärenpark untergebracht.

Auch in Kenia wird geholfen, zum Beispiel Elefanten. Viele ausgewachsene Exemplare fallen Wilderern zum Opfer. Zurück bleiben Elefantenbabys, die ohne ihre Eltern innerhalb weniger Tage sterben würden. Doch engagierte Helfer bringen die kleinen Dickhäuter zu Daphne S., die in der Nähe von Nairobi ein Waisenhaus für Elefanten führt.

Deutsche Landwirte haben ganz andere Sorgen: Die sinkenden Einnahmen aus der Milch-, Vieh- und Getreideproduktion. Da wird nicht nur eine rentable Tierhaltung immer schwieriger - die ganze Existenz eines Betriebes ist gefährdet. Abhilfe kann ein zweites Standbein schaffen, so wie bei Familie L. aus Oberbayern. Neben Hof und Gästehaus betreibt sie noch eine Alm im Nationalpark Berchtesgaden. Dort verkaufen sie in den Sommermonaten Milch und Käse aus Eigenproduktion.

Das ganze Jahr über begeistert der Berliner Zoo seine Besucher, rund 2,7 Millionen kommen jährlich. Die „Arche Noah" mitten in der City ist der artenreichste Zoo der Welt. Ältere Damen, die sogenannten „Zootanten", kommen täglich, gucken, lieben und leiden mit, wenn eines der Tiere erkrankt ist. Jede von ihnen hat ihren Liebling - vom Alpaka bis zum Zebra.

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