dctp-Nachtclub: Vorhang auf- Manege frei!

Die lange Nacht der Akrobaten, Schauspieler und Lebenskünstler

Freitag, 30.01.2009 00:30 Uhr

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Süddeutsche Zeitung TV über Menschen und das Leben im Rampenlicht.

Gauklerei, Akrobatik und Hokuspokus: Zirkus ist ein mitreißendes Erlebnis für Zuschauer, aber für die Familienbetriebe ein hartes Brot. Trotzdem sagt Rudolf Probst: „Lieber im Stehen sterben als auf den Knien leben“. In der ehemaligen DDR besaß er den zweitgrößten Zirkus. Ein Privatunternehmen, überwacht, kontrolliert, schikaniert. Seit dem Mauerfall kämpft er mit den Problemen des Kapitalismus: Platzmieten und Kosten für Strom, Wasser und Versicherungen steigen ständig, aber die Familie Probst gibt nicht auf.


Ein Leben auf Achse führt auch die Distels aus München. Sie sind Schausteller in fünfter Generation und auf den Rummelplätzen Süddeutschlands zu Hause. Es gibt kaum ein Fahrgeschäft, das die Distels nicht besaßen oder sogar selbst mitentwickelt haben, wie die ersten Autoscooter. Heute erschweren die wirtschaftliche Lage und immer engere Sicherheits- und Brandvorschriften die Existenz der Schausteller. Höhepunkt jeder Saison ist das Oktoberfest in München: Wer es auf die Wiesn geschafft hat, darf sich nicht nur zu den Königen der Kirmes zählen, sondern macht vor allem garantiert ein gutes Geschäft. Ebenfalls im grellen Licht der Öffentlichkeit leben Schauspieler – ob auf der Bühne oder im Studio.


Das Max-Reinhardt-Seminar in Wien bildet die Stars der Zukunft aus. Wer an dieser Schule aufgenommen werden will, muss sich einem harten Auswahlverfahren stellen. Und das Urteil der Juroren ist mindestens so hart wie in einer TV-Casting-Shows: Denn es entscheidet über junge Talente, die ihr Leben lang auf diesen einen Moment hin gearbeitet haben.

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