Geliebte auf Zeit
Eine Escort-Agentur und ihre Kunden.
Sonntag, 12.07.2009 23:15 Uhr
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Süddeutsche Zeitung TV über
Edel-Prostituierte und den schmalen Grat zwischen Geliebter und
Geschäftsfrau.
In jeder größeren Stadt gibt es sie – Begleitagenturen. Besonders
Geschäftsreisende und Messebesucher nutzen sie. Mehr und mehr aber auch
Männer, die sich die vermeintlich hochklassigere Form von Prostitution
leisten können und wollen. Weg von langsamen Autofahrten durch den
Sperrbezirk oder heimlichen Besuchen in nicht immer gepflegten
Laufhäusern. Hin zur Illusion von Zuneigung und gegenseitigem Interesse.
Wo eine Prostituierte mit einem möglichst breitem Spektrum an sexuellen
Dienstleistungen lockt, arbeiten Escort-Damen mit anderem Angebot: Neben
Sex verkaufen sie gepflegte Unterhaltung, gemeinsame Unternehmungen,
originelle Veranstaltungen. Bei Preisen ab 400,- Euro für zwei Stunden
fällt es leichter, die Buchung als Abendgestaltung der gehobeneren Sorte
zu verstehen.
Süddeutsche Zeitung TV begleitet die Chefin einer kleinen Agentur in
Leipzig und eine ihrer Frauen bei der Arbeit und im Privatleben.
Erstmals treten die beiden jungen Frauen vor die Kamera und erzählen
über ihren Einstieg in die Branche, wie diese funktioniert und warum man
als Escort nur arbeiten kann, wenn man zu mehr bereit ist als nur
seinen Körper zu verkaufen.
Jocelyn, mit gerade 24 Jahren eine der jüngsten Agenturbetreiberinnen
Deutschlands, arbeitet selbst noch als Escort, beschäftigt aber auch
vier Damen, deren Buchungen sie koordiniert. An einem der wenigen freien
Tage gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit, erklärt, wie die Kunden zu
ihr finden, wie das mit der Buchung funktioniert und wie die
sogenannten Dates ablaufen. Elissa, 30 Jahre alt, und einer ihrer
Stammkunden lassen sich von der Kamera begleiten: Von der Begegnung im
Hotelzimmer, über den extravaganten Sushi-Kochkurs bis kurz vor die
Zimmertür.

