200 Kilometer Deutschland

Ein SZ-Reporter auf Survival-Tour

Montag, 23.08.2004, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

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Wo liegt Neu-Kamerun? Wer lebt in Ottendorf-Okrilla? Sind die Bewohner Calaus zwanghaft witzig? Ist Hoyerswerda gefährlich? Lauter Fragen, die Deutschland sicher nicht aus der Krise helfen, aber doch eines Tages gestellt werden müssen. Sagte sich Süddeutsche-TV Reporter Christian Bock und schulterte seinen (neuen) Rucksack, um zu Fuß ein Stück Deutschland zu erkunden, den wilden Osten zwischen Dresden und Berlin. Nur mit Kamera und Stativ, ganz ohne Produktionsfahrzeug, Tonassistent, vorgebuchte Hotels und sonstige Annehmlichkeiten. Und ganz ohne Übung. Wandern gehört nicht zu den Hobbies eines TV-Reporters, ganz im Gegenteil: Die längste Fußstrecke ist üblicherweise die zwischen Flughafenterminal und Bustransfer.

Sich ein Stück Gegenwart ganz allein zu erlaufen, blieb bisher Buchautoren und Reiseschriftstellern vorbehalten. Professionelle Kamera-Equipments waren zu schwer und zu empfindlich, als dass man sie nachts einfach in einem verlassenen Haus lassen oder mit ihnen auf einem winzigen Kahn die Spree überqueren könnte. Die Videowanderung ist auch mehr als ein paar abgefilmte Sonnenuntergänge im Spreewald: Alles ist spontan, die Begegnungen, die Gespräche, die Nachtlager. Nur mit Karte und Kompass, ohne GPS und Kreditkarte.

Süddeutsche-TV über ein Wander-Experiment durch den wilden Osten.

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