Leitwölfe

Die Kunst, Hunde zu trainieren

Samstag, 07.07.2007, 22:00 Uhr, Länge: 96 Minuten

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Über 20 Millionen Haustiere leben in Deutschland - ein Viertel von ihnen sind Hunde. Tiertrainer, Hundeflüsterer und Veterinäre sind sich einig: an der Rasse der Vierbeiner erkennt man die Besitzer. Während die einen ihre Schosshündchen im Luxus-Tierhotel zur Urlaubsbetreuung abgeben, schicken andere ihre Kläffer zum Hundesitter auf freiem Feld. Doch egal ob Dackel oder Dobermann: das Wesen der Hunde wird durch Erziehung und Training bestimmt. Und gibt es Probleme mit dem Vierbeiner, liegt es oft am Zweibeiner.

Claudia H. kommt, wenn sich Herrchen und Frauchen nicht mehr zu helfen wissen. Die Hundetrainerin beherrscht die Sprache der Tiere: Hineindenken und Verstehen. Kein Flüstern. Keine Couch. Kein Handauflegen. Entscheidend ist: Zuerst wird der Halter erzogen. Und so sucht Claudia H. die Probleme von Gloria P. nicht bei Hirtenhund Bengie, sondern das Frauchen lernt, Herrin über den dominanten Hund zu werden.

Den Vorwurf, ihre Tiere zu vermenschlichen, sie wie Kinder zu behandeln, müssen sich auch die Besitzer gefallen lassen, die ihre Vierbeiner im Pfötchenhotel abgeben. Selbstverständlich nur vorübergehend, für die Dauer eines Urlaubs zum Beispiel. Medizinische Betreuung, Vollpension und Swimmingpool sind im Tierhotel inklusive - den Hunden soll es an nichts fehlen, wenn Herrchen und Frauchen die Sonne in der Südsee genießen. Vom Urlaubsort aus können die Besitzer das Treiben im Pfötchenhotel dann über Webcams im Internet verfolgen.

Etwas weniger luxuriös ist das Hundsitting bei Oliver H. in Mainz. Sein 9.000 Quadratmeter großes Gelände besteht nur aus Wiese und Bäumen. Nicht einmal fließend Wasser gibt es. Doch das stört die vierbeinigen Gäste nicht. Die meisten von ihnen bleiben nur tagsüber, wenn die Besitzer arbeiten müssen. Dann tummeln sich hier bis zu 20 Hunde verschiedenster Rassen. Kleine Raufereien gehören dazu. Wirklich ernst wurde es noch nie. 

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