Luft und Leben

Die Geschichte einer Mukoviszidose - Kranken

Montag, 28.08.2000 23:05 Uhr

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Judith Habick wurde nur 24 Jahre alt. Sie starb an Mukoviszidose, einer erblichen, nicht heilbaren und tödlichen Stoffwechselerkrankung. Die meisten Betroffenen sterben, bevor sie 17 Jahre alt sind. Sie leben sehr eingeschränkt, können kaum richtig atmen und werden ständig von schweren Hustenanfällen geschüttelt, denn ihre Lunge ist nicht in der Lage, den normalen Bronchialschleim abzulösen. Helfen kann allein eine riskante Herz-Lungen-Transplantation.

Süddeutsche TV hat Judith in den vergangenen fünf Jahren mit der Kamera begleitet.
Wir haben einen Menschen kennengelernt, der seinem Schicksal mit so viel Kraft und Mut entgegentritt – eine Heldin des Alltags. Mit 19 Jahren ist Judith noch eine Schülerin mit Hausunterricht, weil sie aus Schwäche nicht selber zur Schule gehen kann. Angetrieben durch ihre unbändige Lebenslust, schafft sie trotz einiger Rückschläge ihr Abitur, macht den Führerschein und lebt mit Anfang zwanzig in ihrer eigenen Wohnung.“Jetzt, wo es am schönsten ist, habe ich eigentlich gar keine Lust, aufzuhören“. Doch Judith weiß, dass sie sich in der letzten Phase ihres Lebens befindet, dass sie laut Statistik schon tot sein müsste.

Judith Habick hat bis zu ihrem Tod überall die Kamera zugelassen und zu allen Fragen Rede und Antwort gestanden. „Luft und Leben“ ist ein tiefer Blick in die Seele eines bewusst lebenden Menschen, der aus seiner knapp bemessenen Zeit mehr gemacht hat, als viele andere aus ihrem langen Leben.

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