dctp Nachtclub: Nachtschicht

Ärzte im Einsatz

Samstag 23.10.2010, 00:10 Uhr, Länge: 270 Min.

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Süddeutsche Zeitung TV über Ärzte in Aktion, kranke Kinder und Eltern zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Man nennt sie Halbgötter in Weiß - weil sie helfen, heilen, Leben retten, und sich manchmal doch der Natur geschlagen geben müssen. Nicht selten kämpfen Ärzte im Rettungswagen oder in Kliniken gegen die Zeit und mit begrenzten Mitteln. Besonders schwer sind Fälle, in denen Kinder unheilbar krank werden. Familien brauchen dann oft zusätzliche Betreuung, die weit über die eigentliche medizinische Behandlung der Patienten hinausgeht.

Ein Sturz vom Fahrrad, eine harmlose Grippe, beim Spielen auf dem Eis eingebrochen - die Ursachen für ein Wachkoma sind vielfältig. Durch einen Schlag, eine Entzündung, durch Sauerstoffmangel fällt plötzlich das Großhirn aus - während andere Hirnregionen weiter funktionieren. Die Patienten wirken wach, liegen mit offenen Augen da - doch der Blick geht ins Leere. Ansprechen oder Anfassen bleibt ohne Reaktion. Jedes Jahr fallen in Deutschland zwei- bis dreitausend Kinder ins Wachkoma. Ein schlafähnlicher Zustand, aus dem es nicht immer ein Erwachen gibt.

Jedes zehnte Kind in Deutschland kommt zu früh auf die Welt - pro Jahr etwa 65.000. Ein Prozent davon in der medizinisch kritischen Phase, d. h. mindestens 11 Wochen zu früh. Häufig wird das zur Belastungsprobe für die Eltern. Die hatten sich auf ein Leben mit einem gesunden Kind gefreut. Stattdessen bedeuten wochenlange Krankenhaus-Aufenthalte und ein Marathon von Arzt zu Arzt ein Leben zwischen Sorge und Hoffnung.

Hamburg-Winterhude, spätabends: Eine ältere Dame bricht im Treppenhaus zusammen, Nachbarn rufen die 112. Sieben Minuten später sind ein Rettungswagen und das „Notarzteinsatzfahrzeug Florian 13" zur Stelle. Die Sanitäter können die Frau gerade noch in den Rettungswagen tragen, dann hört sie auf zu atmen. Notarzt Dr. Malte I. weiß nichts über die bewusstlose Patientin - doch er muss binnen Sekunden feststellen, woran sie leiden könnte, und entscheiden, was zu tun ist.

 

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