Ohne jede Spur

Wenn Menschen auf rätselhafte Weise verschwinden

Sonntag, 21.03.2010, 23:55 Uhr, Länge: 36 Min.

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Jeden Tag verschwinden in Deutschland rund 75 Menschen aus ihrem Lebensumfeld. Erst hoffen die Angehörigen auf einen harmlosen Zwischenfall, dann befürchten sie einen Unfall, schließlich der grausame Verdacht, dass etwas noch Schlimmeres passiert ist. Sie erstatten Anzeige bei der Polizei. Die meisten Fälle klären sich innerhalb der ersten Stunden auf, viele davon positiv – doch manche überhaupt nicht. Dann beginnt eine qualvolle Zeit der Unsicherheit, Monate sogar Jahre der Fragen ohne Antworten.

In Trier fahndet die Kripo nach Tanja G.: „Die 21-jährige Studentin besuchte am Mittwoch, den 6. Juni 2007, ab 23.30 Uhr gemeinsam mit Freunden das große Sommerfest der Fachhochschule. Gegen 4 Uhr am Donnerstagmorgen wurde sie zuletzt mit einem noch unbekannten jungen Mann auf dem FH-Gelände gesehen. Tanja ist 21 Jahre alt, 173 cm groß und sehr schlank.“ So steht es sachlich-nüchtern in der Fahndung. Doch für die Eltern steht fest: Ihrer einzigen Tochter muss etwas Fürchterliches passiert sein. Sie setzen auf eigenen Faust eine Belohnung für Hinweise auf Tanjas Verbleib aus. Auch nach zweieinhalb Jahren der Ungewissheit: Tanjas Eltern geben nicht auf, bis das Schicksal ihrer Tochter geklärt ist.

Kriminalhauptkommissar Burkhard L. aus Frankfurt erhält eine Einsatzmeldung: Im Main wurde eine Wasserleiche gefunden. Noch ist der Tote ein Unbekannter, Burkhard L. soll klären ob es sich um eine als vermisst gemeldete Person handelt. Zur eindeutigen Identifizierung müssen die Ermittler die Leiche in die Rechtsmedizin bringen, denn eine Ähnlichkeit mit dem Menschen auf dem Fahndungsfoto lässt sich nach vier Wochen im Wasser nicht mehr feststellen. Fest steht: Der Mann hatte sich mit Gewichten behängt, beging Selbstmord. Anhand von Indizien wie Haar- und Hautfarbe muss Burkhard L. nun den Status der fraglichen Person von „Vermisst“ in „Verstorben“ ändern.

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