Schöner Wohnen

Umziehen, Einziehen, Ausziehen mit dem SZ-Magazin

Montag, 25.04.2005, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

zurück

Diesen Film käuflich erwerben

Auf dem Gelände der Bundesgartenschau 2005 steht das wahrscheinlich visionärste Eigenheim-Konzept Deutschlands: Das „Haus der Gegenwart". Gebaut von den Gewinnern eines Architektur-Wettbewerbs, den das SZ-Magazin ausgerufen hatte. Konzipiert für vier Personen, 200 qm Nutzfläche, Baukosten nicht über 250.000 Euro.

Der Entwurf ermöglicht eine vielfältige Nutzung, von traditioneller Familie mit zwei Kindern bis zur Singlewohnung. Aber wie lebt es sich im „Haus der Gegenwart"? Und wer soll dort einziehen? Drei Familien werden für je drei Tage im Haus der Gegenwart leben, es nach eigenem Geschmack einrichten und „bewohnen".

Helmut Freiherr von F. leitet eine Werbeagentur und wird mit seiner Partnerin Christina und der gemeinsamen Tochter Cosima einziehen. Während die Eltern über die Aufteilung der Räume und ihr (fiktives) Einrichtungsbudget von 40.000 Euro debattieren, hat die 7jährige längst entschieden, was mit dem Haus passiert: Sie zieht dort mit ihren Pferden ein und basta. Jeder Bewohner soll fünf persönliche Gegenstände von zu Hause mitbringen.

Jan und Thomas würden gerne mehr mitnehmen - die beiden Münchner können sich nicht einigen, welches ihrer vielen Kunstwerke sie dabei haben wollen. Für die Familie des Schreinermeisters Franz Zimmer aus Heidenheim bei Ingolstadt dagegen ist klar: der alte Bauernschrank mit der Kaffeekannensammlung muss mit.

Das „SZ Magazin" und das Sozialforschungsinstitut SIGMA haben nach drei gegensätzlichen Lebensentwürfen gesucht: Das etabliert-erfolgreiche Milieu; der moderne-bürgerliche Wander-Arbeiter, der seine ländliche Heimat nur am Wochenende sieht, weil die Jobs in Ballungsräume abgewandert sind; und das postmoderne Paar, denen Kunst viel bedeutet und die niemals „von der Stange" einkaufen würden.

Wie werden sie mit dem eigenwilligen Wohnkonzept zurechtkommen? Wie passen traditionelle Familienstrukturen in futuristische Wohnkonzepte? Ist ein verglaster Tunnel, umgeben von einer endlosen Hecke, gemütlich?

Der einzige, der das elektronisch-vernetzte Haus schon bewohnt hat, wenn auch nur kurz, ist Microsoft-Gründer Bill Gates. Er hat das Haus in München eröffnet. Und kennt sich dort aus. So was hat er auch zu Hause in Seattle. Aber nicht für 250.000 Euro, sondern für 60 Millionen Dollar.

Süddeutsche TV über drei deutsche Familien und ein Wohn-Experiment im Haus der Gegenwart

Zurück