Sex und Service

Dienstleistungen für das horizontale Gewerbe

Sonntag, 27.07.2008 23:15 Uhr

zurück

Diesen Film käuflich erwerben

Viele Prostituierte sind heute selbstständig und vermarkten sich über das Internet. Durch Handy, Homepages, Videodownloads entstehen weitere Dienstleistungen auf dem Kiez. Süddeutsche Zeitung TV beleuchtet den neuen Rotlichtmarkt, bei dem Sex wie jede andere Ware über E-Business an den Mann gebracht wird.

Wie Aktionäre Börsenkurse abfragen, erkundigen sich Prostituierte im Internet, wo wer welche Chancen hat und welche Etablissements gerade gut laufen.

Ana ist Anzeigenverkäuferin. Sie berät Prostituierte, ob die Anzeige z.B. in der Tageszeitung sinnvoll ist – „das ist eher für ältere Männer, die mögen nichts aus dem Internet“ – oder die Flash-Grafik auf einem regionalen Portal – „teuer, aber lohnt sich, wenn man sieben Tage auf der Startseite ganz oben erscheint“, weiß Ana.

Um im Internet möglichst überzeugend zu wirken, engagieren die Damen Fotografen, wie Michael aus München, der sich darauf spezialisiert hat, die Professionellen in Szene zu setzen.

Roger ist Geschäftsmann durch und durch: Er managt ein Etablissement in einem Münchner Außenbezirk. Die Kundinnen bekommen bei ihm nicht nur ein Zimmer gegen Tagesmiete. Zum Angebot gehören auch Tattoos, Maniküre, Catering und Hausmeisterarbeiten. Sogar eine Dessousverkäuferin liefert maßgefertigte Arbeitsbekleidung direkt ins Haus: Vom String bis zur extra harten Handschelle.

Zurück