Shopping im Wohnzimmer.

Kaufrausch zwischen Couch und Küchentisch.

Sonntag, 30.03.2008, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

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Ob Vorwerk-Vertreter mit Staubsauger und Bügelfalte oder intime Dessouspartys im Freundinnenkreis - Deutschlands Direktvertriebswege boomen. Mehr als jeder zehnte Bundesbürger hat im letzten Jahr an einer persönlichen Verkaufsshow in den eigenen vier Wänden teilgenommen. Bequemlichkeit beim Einkaufen - das schätzt der Kunde von heute. Doch bis der überhaupt erst mal gefunden ist, muss ein Vertreter eine Menge Klinken putzen.

Sie kommen ohne Termin und ohne Vorwarnung: Vertreter. Ihr Job ist das Geschäft zwischen Tür und Angel. Ein knallharter Job, bei dem oft die Türen knallen. Dennoch: Mindestens die Hälfte aller Deutschen hat schon mal etwas über den Direktvertrieb gekauft. Ein Milliardengeschäft.

In Deutschland arbeiten mehrere hunderttausend Vertreter. Und längst werben die nicht mehr nur für Staubsauger, Versicherungen oder Tupper-Ware. Werkzeuge, Tierfutter, Unterwäsche, ja sogar Autos werden mittlerweile an der Haustür oder im Wohnzimmer verkauft. Die Verkaufsstrategie ist abhängig vom Produkt. Sachlich, seriös, mitunter ein bisschen trocken gerät die klassischste aller Vorführungen: die des Staubsaugers.

Feuchtfröhlich hingegen geht es beim Kauf neuer Unterwäsche zur Sache. Eine Gastgeberin lädt Freundinnen zu einer Shopping-Party ein. Das Wohnzimmer wird zum Catwalk. Ein Verkaufsprofi einer Dessousfirma sorgt für Ware und deren Präsentation, Alkohol für eine lockere Atmosphäre. Dann fallen nicht nur Hemmungen, sondern auch Hüllen - und am Ende natürlich die Entscheidung über Kauf oder Nicht-Kauf.

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