Strand in Sicht

Bademeister, Rettungsschwimmer und andere Gestrandete

Montag, 15.08.2005, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

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Der Mensch und das Meer: eine fast mystische Beziehung. Ca. 70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt, der Mensch besteht aus 70 Prozent Wasser. Manche können sich ihren Urlaub ohne Meer gar nicht vorstellen.

Für die einen ist sie ein Paradies, für die anderen das Letzte, wohin man im Sommer fahren würde: Die Adria. Seit vielen Jahrzehnten zieht es Millionen Deutsche an die italienische Küste. Das Meer, das Essen und die Leichtigkeit italienischer Lebensart werden mit fast religiöser Inbrunst genossen, das zentrale Heiligtum: der Strand. Ein Mikrokosmos bleicher und krebsroter Leiber, ein chaotisches Gewusel von Menschen in Badehosen und Bikinis. Pierro Tamburinis „Bagno Pino 137" ist der schönste unter den 140 Strandabschnitten von Riccione. Palmen, Sonnenblumen und Primeln wachsen neben dem mit bunten Klinkersteinen bepflasterten Weg zu den Liegen, grün-weiße Sonnenschirme stehen akkurat aufgereiht. Der Großteil der Urlauber sind deutsche Stammgäste, von denen Pierro viele schon seit vierzig Jahren kennt.

Dolce farniente herrscht im Sommer auch an deutschen Küsten - doch nicht für die freiwilligen Rettungsschwimmer. Zwei Kilometer Sandstrand und vier Wachtürme: das ist ihr Revier. Sonnenbrille, Fernglas und Rettungsgerät sind ihre Ausrüstung. Die Rettungsschwimmer im Ostseebad Lübeck-Travemünde finden verschwundene Kinder, versorgen aufgeschnittene Füße und bewahren Badegäste vor dem Ertrinken. Mit vier Speedbooten, eigenen Rettungssanitätern und einem Tauchteam bilden sie die am besten ausgestattete Station in Deutschland. 100 Rettungsschwimmer leisten jedes Jahr 16.000 Stunden Dienst. Einige opfern ihren Jahresurlaub, um in Travemünde Wache zu schieben, andere sind schon fast ihr Leben lang dabei.

Fernab von Trubel und überfüllten Stränden findet man auch sie noch: die Postkarten-Romantik eines Sonnenuntergangs über dem Meer. Für Verliebte gibt es nichts Schöneres, viele geben sich am Strand sogar das Ja-Wort. Mauritius im Indischen Ozean ist das Hochzeitsparadies für alle, die den konventionellen Traditionen entfliehen wollen. 200 Paare gehen jedes Jahr auf der Insel den Bund fürs Leben ein. Komplett-Pakete mit Übernachtung im 5-Sterne-Hotel, Trauung am Strand, Candle-Light-Dinner und Sektfrühstück nach der Hochzeitsnacht sind Standard.  Andrea und Matthias aus Eckernförde haben ihre Hochzeitssuite im „Le Victoria" gebucht. Das Luxus-Hotel hat sich auf Brautpaare spezialisiert. Vom Blumenschmuck bis zum Hubschrauberflug - nichts ist unmöglich.

Süddeutsche TV über die magische Anziehungskraft des Meeres und über Menschen, die diesem Zauber erliegen.

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