Tournee mit Turbulenzen

Eine Zirkusfamilie im Stress

Sonntag, 20.08.2007, 23:00 Uhr, Länge: 36 Minuten

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Vorhang auf zum Saisonbeginn: Der Zirkus Probst ist unterwegs. Tausende Kilometer Fahrt, 83 Städte, 457 Vorstellungen in neun Monaten. Zirkus ist die Illusion der Leichtigkeit, aber hinter den Kulissen eine der härtesten Branchen im Showgeschäft. Bei jeder Tournee warten kleine und große Katastrophen auf Mensch und Tier.

Aufbruch aus dem Winterlager. Alle sind dabei. Rudolf Probst, der „Alte", seit 55 Jahren beim Zirkus. Er hat alles gesehen, weiß alles besser, erzählt das auch jedem. Sein Sohn Rüdiger ist Dompteur - er bändigt Raubkatzen und Bären -  aber gleichzeitig verwaltet er den Fuhrpark, fährt LKW und ist verantwortlich für den Zeltaufbau. Das größte Problem im Zirkus ist die Verständigung unter neun Nationen. Nur wenige sprechen Englisch. Vor allem Requisiteure und die Kapelle sind gefordert: Ein Podest zur falschen Zeit, ein musikalischer Einsatz zu früh oder zu spät und die Nummer ist geplatzt.

Am Tag der Generalprobe kostet ein Verständigungsproblem fast Rüdigers Leben: Er muss mit den Tigern üben, hat eine neue Absperrung entwickelt. Die Tiger-Weibchen sind paarungsbereit und dürfen auf gar keinen Fall miteinander in die Manege. Zu groß ist die Gefahr, dass sie sich gegenseitig oder Rüdiger anfallen. Doch ein Pfleger hat es nicht verstanden und öffnet ein falsches Gitter, die Weibchen kommen zusammen ins Zelt. Kleines Ungeschick, verheerende Wirkung: Rüdiger ist in Lebensgefahr.

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