Vorsicht Vorschrift!, Teil 2

Das Ordnungsamt und sein Kampf auf der Straße

Montag, 13.06.2005, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

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Bombenfund am Betzenberg - das bedeutet Großeinsatz für Bernd H. und Peter W. vom Ordnungsamt Kaiserslautern. Mit ihren Kollegen evakuieren sie ein ganzes Stadtviertel, bis der Kampfmittelräumdienst die zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft hat. Auch das gehört zum Job der Außendienstmitarbeiter - das amtliche Herstellen der öffentlichen Ordnung ist eben manches Mal gefährlich.

750 Kilogramm Sprengstoff absichern ist allerdings dann doch ein Ausnahmejob.

Sozialen Zündstoff dagegen gibt es in Kaiserslautern täglich: Krachmacher, betrunkene Obdachlose, Schulschwänzer. Bernd H. und Peter W. sind immer zur Stelle, wenn sich besorgte Bürger beschweren. Dann heißt es vermitteln und, wenn das nicht hilft, Bußgeldbescheide ausstellen. Bis zu 1500 Euro kann es zum Beispiel Eltern kosten, wenn sie nicht für den regelmäßigen Schulbesuch ihres Nachwuchses sorgen.

Was in Kaiserslautern seit Jahren Routine ist, muss in Berlin erst einstudiert werden. In der Landespolizeischule bildet Klaus K. ehemalige  Köchinnen am Schlagstock aus: Zur Selbstverteidigung im Ernstfall. Denn die meisten Berliner finden die vor knapp einem Jahr eingeführten Kiez-Streifen alles andere als lustig. Ein schlichtes „Haut ab!" ist für Petra B. und Claudia K. vom Berliner Ordnungsamt noch freundlich, sie müssen sich einiges anhören, wenn sie die Besitzer nicht angeleinter Hunde zur Kasse bitten. 25 Euro Verwarnung. Dazu täglich illegale Mülldeponien, Bauchladenhändler ohne Genehmigung, Radfahrer in Parks. Berlin muss sauber und ordentlicher werden, so will es der Senat. Petra B. und Claudia K. sorgen dafür in Schichtbetrieben: Montag bis Samstag von sieben Uhr früh bis zehn Uhr Nachts, auf den Straßen Berlins.

Süddeutsche TV über den stressigen Alltag der Ordnungshüter.

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