Wildes Wien

Expedition in den ältesten Zoo der Welt

Montag, 05.02.2007, 23:00 Uhr, Länge: 36 Min.

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Der „Zoo der glücklichen Tiere" - so nennt sich der Wiener Tiergarten Schönbrunn gern selbst. Früher dienten Tierparks hauptsächlich der Erholung der Besucher, artgerechte Haltung war zweitrangig. Heute stehen in den modernen Zoos Bildung, Forschung und Artenschutz an erster Stelle. Und der 1752 gegründete Tierpark in Wien zählt zu einem der modernsten Zoos der Welt.

Long Hui ist erst 6 Jahre und schon ein Star. Fast jede seiner Bewegungen wird beobachtet und von Wissenschaftlern aufgezeichnet. Der gebürtige Chinese lebt seit März 2003 in Wien und seine bloße Erscheinung ruft bei vielen Österreichern Stolz und Begeisterung hervor. Denn Long Hui und seine Freundin Yang Yang sind höchst seltene und vom Aussterben bedrohte Panda-Bären, eine Leihgabe der chinesischen Regierung. Diese possierlichen und sanften Riesen im eigenen Zoo halten zu dürfen, bedeutet eine hohe Auszeichnung für einen Tierpark. Nur zwei Zoos in Europa haben Pandas. In freier Wildbahn leben nur noch rund 1.600 dieser Tiere.

Seit 1. Januar diesen Jahres steht  dem Tierpark Schönbrunn erstmals eine Frau vor, Dr. Dagmar Schratter, die bis dahin stellvertretende Direktorin. Viertausend Wildtiere leben auf dem 17 Hektar großen Zoo-Areal, betreut und bewacht von 160 Menschen. Darunter Tierpflegerin Almut K., die seit Jahren mit Leib und Seele die Elefanten pflegt und ebenfalls ein Art „Exotin" ist, denn  Frauen als Elefantenpflegerinnen sind auch heute noch weltweit eine Rarität.

Fast 2 Millionen Besucher empfängt der Tiergarten jedes Jahr. Die meisten Menschen kommen natürlich im Sommer und bei gutem Wetter, aber der Tierpark Schönbrunn hat auch im Winter seine Reize - und Herausforderungen: Denn bei vielen exotischen Arten ist immer noch nicht untersucht, wie sie eigentlich auf das raue Klima Europas reagieren.Süddeutsche Zeitung TV über die wilden Tiere von Berlin und ihr Leben im ältesten Zoo der Welt.

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