n-tv – die Reportage

Spurensuche - Die Rätselhaften Fälle der Polizei

Montag, 20.01.2011, 20:05 Uhr

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Süddeutsche TV über die heißen Fälle der Münchener Brandermittler und Polizistinnen auf der Spur des Todes.

 Fahrlässigkeit, technischer Defekt oder Brandstiftung? Wenn Familienfotos, Versicherungsscheine und Möbel ein Raub der Flammen wurden, müssen Klaus und Rainer ran. Die Brandermittler der Münchener Kriminalpolizei wühlen zwischen verkohlten Möbeln und verschmorter Elektronik nach der Ursache des Unglücks. Ebenso rätselhaft wie eine Brandursache können die Umstände eines Todesfalls sein. Knapp 11.000 Menschen sind im vergangenen Jahr in München verstorben, bei etwa 2.000 von ihnen konnte der Leichenschauarzt zunächst keine Todesursache feststellen. Die Todesermittlerinnen des Münchener K12 rollen jeden ungeklärten, nicht natürlichen Tod auf: War es Mord, Selbstmord oder ein Unfall?   

Was ein defekter Heizlüfter anrichten kann: Im letzten Moment rettet die Feuerwehr zweiunddreißig Bewohner eines brennenden Mehrfamilienhauses in der Münchner Innenstadt, darunter zehn Kinder. Alle haben überlebt, doch eine Familie hat bei dem Brand ihren gesamten Besitz verloren. Klaus und Rainer, zwei Brandermittler der Kriminalpolizei, sind sofort zur Stelle und wühlen sich durch zerstörtes Mobiliar. Die Arbeitsbedingungen sind extrem, denn unerträglicher Gestank verpestet die Atemluft. Technischer Defekt oder Brandstiftung -  das ist die Frage, die die Ermittler beantworten müssen. Fatalerweise ist die Familie nicht versichert, sie muss den kompletten Schaden selbst bezahlen.

Notruf im Norden Münchens: Ein Hausmeister alarmiert die Polizei, weil Wasser aus einer Wohnung in den Keller läuft. Die diensthabenden Streifenbeamten finden ein überschwemmtes Bad, der Wasserhahn läuft noch, eine ältere Dame treibt tot in der Wanne. Für die herbeigerufene Leichenschauärztin ist nicht sofort klar, ob die 77-jährige Dame ertrunken ist oder ermordet wurde. Ein Fall für die Todesermittlerinnen vom K12. Sie durchsuchen die Wohnung nach Spuren, die auf einen Raub hindeuten. Die Gerüche müssen sie ignorieren: „Man darf den Raum nicht mehr verlassen, dann gewöhnt sich die Nase daran". Die Wohnung ist ordentlich, nur im Bad herrscht Chaos. Die Tote liegt mit verschränkten Armen, Gesicht nach oben in der Badewanne, das Bad steht fünf Zentimeter unter Wasser. Auf dem Boden schwimmen Handtücher, Haarspray, Hausschuhe. Hat hier ein Kampf um Leben und Tod stattgefunden?

 

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