Süddeutsche Zeitung – Das TV-Magazin

Folge 21

Dienstag, 23.02.2010, 21:10 Uhr

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Die Airport-Ambulanz. Schnelle Hilfe am Rollfeld.

Flughafen Frankfurt, Deutschlands größter Airport: 1.400 Flüge mit insgesamt 150.000 Passagieren täglich. Für manche von ihnen endet die Reise jedoch nicht am Urlaubsort, sondern im Krankenhaus. Anja S. und Holger R. sind unterwegs im Rettungswagen. Von der Wache auf dem Vorfeld rücken die beiden Rettungssanitäter bei medizinischen Notfällen aus. Der Ernst der Situation stellt sich oft erst heraus, wenn die Sanitäter schon bei den Patienten eintreffen. So fühlt sich ein Geschäftsmann nach seiner Landung nicht wohl und bekommt dann starke Bauchschmerzen. Diagnose: lebensbedrohlicher Darmverschluss. Der Mann muss zur Not-OP.

Im siebten Schlagerhimmel. Stars der Branche packen aus.

Mit dem Song „Sie liebt den DJ“ schaffte Michael Wendler den Durchbruch. Jede Woche fliegt der 35-jährige nun für seine Auftritte nach Mallorca, wo er neben Jürgen Drews und Mickie Krause zum festen Repertoire des Ballermann gehört. Seine steile Karriere hat aber auch Tücken: Reichlich Neider und viel Stress. Auf ganz anderem Fundament ruht da die Karriere von Dagmar Frederic. Im oftmals grauen DDR-Alltag sorgte die Schlagersängerin für ein wenig Farbe im Leben der Menschen. Frederics Fans von damals sind es auch noch heute. Viele von ihnen verbinden mit ihrem Star vermeintlich bessere Zeiten.

 

Rebellion auf Rädern. Die Tunerszene von Torgau.

Ein alter VW Golf fährt mit kreischendem Motor und qualmenden Reifen im Stand, schiebt einen ebenso alten Passat langsam über den Teer eines alten DDR-Flughafens. Das geht solange, bis die Vorderreifen platzen und der Motor des Passat mit einem sägenden Geräusch stirbt. Applaus der Beteiligten, zufriedene Gesichter der Motor-Freaks, eine riesige, stinkende graue Wolke zieht in den Himmel. Das ist das so genannte „Gummibraten“, der Saisonhöhepunkt der Tuner von Torgau, meist junge Leute Mitte 20, wie Christian. Doch weder er noch seine Freundin Romina sind das, was man als junge Wilde bezeichnen würde. Sie leben in einer durchaus bürgerlichen Welt mit klaren Vorstellungen, was die Zukunft betrifft, und ebenso klaren Sichtweisen ihrer Gegenwart in der sächsischen Provinz.

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