Süddeutsche Zeitung – Das TV-Magazin

Folge 32

Montag, 10.05.2010, 19:05 Uhr

zurück

Das beste Haus am Platz. Hoteldirektor auf Münchens Luxusmeile.

Verehrt als Prachtboulevard, verschrien als Luxusmeile – an der Münchner Maximiliansstraße scheiden sich die Geister. Wer Geld hat, geht in den Edelboutiquen shoppen. Wer sehr viel Geld hat, mietet sich eine Luxus-Suite im 5-Sterne-Hotel. Stephan K. ist Direktor des Hotels „Kempinski Vier Jahreszeiten“. Das Haus thront inmitten der Maximilianstraße und bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Der 51-Jährige lebt selbst mit seiner Familie im Hotel, arbeitete sich vom Pagen zum Manager hoch und ist an sich ein gelassener Typ. Doch gerade hat er ein Problem. Hoher Staatsbesuch aus Russland hat sich angekündigt die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Aber der Hoteleingang ist zurzeit eine Baustelle, und die muss bis zur Ankunft des Präsidenten unbedingt fertig werden.

Eins und eins macht drei. Die Mathematik der Liebe. 

Man kann Katholiken mit Buddhistinnen verkuppeln, Sportlerinnen mit Bewegungsmuffeln – aber Freunde der Volksmusik werden sich nie mit Gegnern derselben anfreunden, geschweige denn heiraten. So das verblüffende Ergebnis der Zusammenarbeit des Soziologen Karl G. mit einem Münchner Partnerinstitut. Das Institut des Professors forscht seit Jahren an Rätseln und Ritualen des menschlichen Miteinanders: Warum liebt eine Frau einen bestimmten Mann, und nicht irgendeinen anderen? Man weiß, dass Aussehen, Alter und gesellschaftlicher Status eine Rolle spielen, aber welche dominiert? Und welche Rolle spielen Stimme und Geruch?

Teure Teile. Das Imperium des Pelzkönigs.

Man kann ihn mögen, man kann sich über ihn streiten, man kann für oder gegen Pelze sein. Manche halten ihn für einen Träumer, andere für einen raffinierten Geschäftsmann. Er polarisiert und das mit voller Absicht. „Ich bin ein Paradiesvogel“ sagt Alfredo Pauly und lebt jeden Tag nach diesem Motto. Die alljährliche Modenschau steht an und wenn der Modedesigner seine neue Kollektion präsentiert, konnte man in den letzten Jahren mit einer abendfüllenden, spektakulären Show rechnen. Drei Tage Countdown bis dahin: ein chaotischer Designer, ein cholerischer Choreograph, ein Nervenzusammenbruch, fehlende Pelze, ein zu dickes Model und eine liebende Ehefrau, die immer da ist, wenn es brennt. Und ihrem Alfredo dabei stets kräftig die Meinung sagt.

Zurück