Dianas letzte Spur.

Eine Mutter sucht ihre Tochter

Dienstag, 03.09.2013, 22:45 Uhr bei ZDF

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Im Juni 2011 bricht die 26-jährige Diana zu einer Wanderung auf - ohne Handy, nur mit einem Rucksack und 300 Euro in der Tasche. Sie will wandern und etwas Abstand gewinnen, wie sie ihrer Mutter noch kurz vor dem Abschied sagte. Denn gerade beruflich war es nicht sonderlich gut gelaufen für Diana. Ihr Ausflug sollte aber nur ein paar Tage dauern, schließlich ist sie Mutter ihres sechsjährigen Sohnes Demian, den sie liebt und dessen Einschulung bald anstehen sollte.

Das ist jetzt zwei Jahre her, seitdem ist Diana verschollen. Es gibt kein Lebenszeichen von ihr. Ein Verbrechen? Ein Unfall? Oder ist Diana einfach freiwillig gegangen? Schließlich träumte sie schon immer von einem unabhängigem Leben als Malerin und Schriftstellerin. Die Polizei war von Anfang an eingeschaltet. Doch zur Klärung des Falles konnte sie bisher nichts beitragen. So ist Dianas Verschwinden auch juristisch verzwickt: Laut Gesetz darf jeder Volljährige in Deutschland gehen, wann und wohin er will - auch ohne den Angehörigen vorher Bescheid zu geben.

Für Dianas Mutter Regina ist das nur schwer zu akzeptieren. Seit dem Verschwinden ihrer Tochter quält sie die Ungewissheit: zwischen der vagen Hoffnung, dass sie plötzlich in der Tür steht - und der Frage, warum ihre Tochter gegangen ist - falls sie dies tatsächlich freiwillig tat. Regina kann auch nach zwei Jahren noch nicht abschließen: Sie besucht Dianas ehemalige Lehrer, Freunde und Weggefährten und hofft so, den entscheidenden Hinweis zu bekommen. Sie setzt ihre Ersparnisse ein, um einen Privatdetektiv zu engagieren oder um eine Schamanin zu befragen, auch wenn einige im Umfeld darin nur wenig Sinn sehen. In ihrer Verzweiflung läßt Regina sogar den von Diana geschriebenen Roman drucken und veranstaltet damit Lesungen. Sie hofft, dass die Tochter davon Wind bekommt und so den Mut hat, zurückzukehren. Regina weiß aber auch, dass sie ihre Suche nicht mehr lange durchhalten wird, das Leben mit ihrer Familie, ihrem Mann und den beiden Pflegekindern leidet darunter.

Nach Angaben des BKA verschwinden in Deutschland pro Tag über 200 Menschen. Die meisten tauchen innerhalb weniger Tage wieder auf. Doch einige bleiben weg - für immer. Die Angehörigen stürzen in ein emotionales Chaos, wie Regina Ferch. „37 Grad" begleitet die Mutter bei ihrer Suche nach der Tochter - und nach Antworten auf die immer gleiche Frage: Warum ist Diana gegangen? Und kehrt sie vielleicht doch noch einmal zurück?

 

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